Akrotiri – Einse Seefahrt, die ist lustig…

Akrotiri (von Z-Man Games, 2014 erschienen) entführt genau zwei Spieler ins antike Griechenland. Hier gilt es, Siegpunkte durch das Entdecken alter Tempel anzuhäufen. Man schippert mit seinem Bötchen über die Ägäische See, die sich im Laufe des Spiels durch das Anlegen von carcassonneartigen Plättchen zu einer schön anzusehenden Insellandschaft ausbreitet. Hier und da werden Rohstoffe platziert, die man einsammelt und dann zur Hauptstadt bringt,um sie dort möglichst gewinnbringend zu verscherbeln. Hierzu existiert sogar ein kleines Marktsystem mit wechselnden Preisen, je nach im Umlauf befindlichen Waren sind diese mal mehr, mal weniger wert. Mit dem so gewonnenen Geld (Drachmen, Dukaten, Penunzen…) kauft man sich zum einen Schatzkarten, die Aufschluss über die mögliche Position von Tempeln auf dem Inselreich geben, zum anderen wollen die Ausgrabungen auch finanziert werden.

Wie klappt das Entdecken von Tempeln? Hierzu muss man eine Insel ansteuern, die eine relative Position zu Rohstoffquellen auf dem bereits ausliegenden Spielplan hat. Wie hier im Beispiel rechts zu sehen ist, muss nördlich vom Tempel ein See (blaues Feld), westlich ein Gebirge (grau) und südlich ein Wald (grün) sein. Habe ich die Voraussetzungen erfüllt und kann dann noch die Ausgrabung finanzieren (diese gibt es in drei Schwierigkeitsgraden – hier sieht man eine einfache Aufgabe, die 3 Drachmen, kostet. Dafür bekomme ich am Spielende 3 Siegpunkte) darf ich einen Tempel meiner Farbe auf den Spielplan setzen. Je mehr Tempel ich ins Spiel bringe, desto mehr Aktionen darf ich in meinem Zug ausführen.

Nach einer guten Dreiviertelstunde und einigem Hirnwindungsverknote ist das Spiel vorüber, der erste Spieler, der alle seine Tempel errichten bzw. entdecken konnte, leitet das Spielende ein, danach wird abgerechnet. Zusätzlich zu den Punkten, die man für Ausgrabungen erhalten hat, hat man womöglich noch Bedingungen für geheime Ziele erreicht, die auch noch mal Punkte auf das Konto bringen.

Akrotiri ist eines meiner absoluten Lieblingsspiele zu zweit, das zum einen mit einer frischen Idee und gut funktionierenden Mechanismen daherkommt, und zum anderen durch eine tolle Ausstattung und Optik glänzt. Teilweise können die Spielzüge etwas grübellastig ausfallen, wenn man auf Teufel komm raus einen perfekten Ort finden will, um seinen Tempel zu platzieren (der dann natürlich prompt vom Gegner zugebaut wird), aber die Spielzeit hält sich insgesamt angenehm in Grenzen. Eine absolute Empfehlung von mir. Das Spiel ist zwar nicht in deutscher Sprache erschienen, bis auf die Übersicht auf dem Spielerbereich ist das Spielmaterial aber sprachneutral und die Anleitung gut verständlich formuliert.

9/10 Punkte für Akrotiri

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